Definition von Gesundheit im Ayurveda:
"Ein Mensch ist gesund, dessen Physiologie (Doshas: Vata, Pita, Kapha),
Stoffwechsel (Agni), Gewebe (Dhatus) und
Ausscheidungen (Malas) im Gleichgewicht sind
und dessen Seele (Atma), Sinne und Geist
sich dauerhaft im Zustand inneren Glücks befinden"
Sushrut Samhita, Sutrasthan 15.41
Ayurveda Konstitutionslehre
Das Kernstück der ayurvedischen Medizin ist die Lehre von den drei Doshas, die Vitalkräfte die für sämtliche physiologische und mentale Funktionen verantwortlich sind. Unsere Persönlichkeit, Eigenheiten, Emotionen, Körperbau, Empfindlichkeiten, Neigungen und Abneigungen, Schwächen und Stärken kann aus der Zusammenstellung der drei Doshas erklärt werden. Daraus entstehen drei grundsätzliche Konstitutionstypen:
Vata - Luft - Bewegungs-Prinzip – der „Sanguiniker“ Typ
Pitta - Feuer - Stoffwechsel – Prinzip – der „Choleriker“ Typ
Kapha - Erde/Wasser - Struktur Prinzip – der „Pflegmatiker Typ“
Es gibt außer diesen drei Grundtypen auch Mischtypen: Vata - Pitta Typ, Pitta - Kapha Typ, etc. Die Grund-Konstitutionstyp (Prakriti) wird schon vom genetischen Material der Eltern bestimmt, später kommt es zu Abweichungen, je nach den Lebensgewohnheiten, Ernährung, Stressbelastung, etc. Man spricht dann auch von Vikriti, die Momentanaufnahme der Doshas. Beide, Praktriti und Vikriti, werden durch die Pulsdiagnose diagnostiziert und die Anamnese bestätigt.
Durch die ärztliche Untersuchung wird festgelegt, welches Dosha(s) aus dem Gleichgewicht geraten ist, und eine Strategie wird entwickelt, wie das entgleiste Dosha wieder ausgeglichen wird. |